Lee-J. Schumann ist neuer Katastrophenschutzbeauftragter des DRK-Landesverbands Brandenburg e.V. Er übernimmt damit eine zentrale Rolle im Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement in Brandenburg.
Entsprechend der sogenannten K-Vorschrift (Krisenmanagement-Vorschrift des Deutschen Roten Kreuzes) berät und unterstützt der Landeskatastrophenschutzbeauftragte innerhalb des DRK in Brandenburg die Verantwortlichen im Krisenmanagement. In dieser Funktion definiert Lee-J. Schumann die gemeinsame Schutz- und Leistungsziele sowie Alarm- und Einsatzplanungen für das DRK im Land Brandenburg.
Modernes, landesweit abgestimmtes Führungs- und Krisenmanagement
„Mein Ziel ist ein modernes, landesweit abgestimmtes Führungs- und Krisenmanagement mit klaren Schnittstellen zwischen den Rotkreuz Verbänden und den Stellen zur staatlichen Gefahrenabwehr – und mit Strukturen, die das DRK im Ernstfall noch handlungsfähiger machen“, sagt Lee-J. Schumann mit Blick auf die kommenden Jahre in seiner neuen Funktion.
Als Landesbeauftragter für Katastrophenschutz des DRK-Landesverband Brandenburg e.V. fungiert er als Bindeglied zwischen allen DRK-Ressourcen und Rotkreuz-Gemeinschaften im Kontext von Katastrophen- und Zivilschutz. Er fördert die Vernetzung innerhalb des Verbands und sorgt für eine abgestimmte, wirksame Einsatzfähigkeit des DRK.
Darüber hinaus repräsentiert der Katastrophenschutzbeauftragte des DRK-Landesverbands Brandenburg e.V. das DRK in staatlichen Führungsstrukturen, beispielsweise in Stäben oder Koordinierungsgruppen der Ministerien. Er stellt sicher, dass Einsätze aller DRK-Einheiten in Brandenburg immer entsprechend den Rotkreuzgrundsätzen erfolgen.
Einsatz für nachhaltige Finanzierung von Aufgaben des DRK im Katastrophenschutz
In seiner Funktion als Landeskatastrophenschutzbeauftragter setzt sich Lee-J. Schumann dafür ein, dass die Aufgaben des DRK im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz ausreichend und nachhaltig finanziert werden. Zudem pflegt er die zivil-militärische Zusammenarbeit und stärkt die Sichtbarkeit des Bevölkerungsschutzes.
„Ich möchte die Rolle des DRK im Krisen- und Katastrophenschutz in Brandenburg deutlicher positionieren – politisch, fachlich und gesellschaftlich. Dazu gehört auch, solide und nachhaltige Finanzierungsmodelle für Vorsorge, Ausbildung und Einsatzbereitschaft mitzugestalten“, betont Lee-J. Schumann.
Umfassende Expertise und langjährige haupt- und ehrenamtliche Erfahrung
Ernannt wurde der Landeskatastrophenschutzbeauftragte von Dr. Frank-Walter Hülsenbeck, Präsident des DRK-Landesverbands Brandenburg e.V.: „Mit Lee-J. Schumann hat der DRK-Landesverband Brandenburg e.V. einen umfassend qualifizierten und außerordentlich erfahrenen neuen Katastrophenschutzbeauftragten. In Zeiten multipler Krisen kommen dem DRK und den Menschen in Brandenburg Herrn Schumanns Expertise und langjährige haupt- und ehrenamtliche Erfahrung im Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement besonders zugute.“
Lee-J. Schumann leitet seit Juli 2025 hauptamtlich das Krisenmanagement beim DRK-Landesverband Brandenburg e.V. Zuvor war er vier Jahre lang Bereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaft/Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz beim Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V. und war dort bereits Landeskatastrophenschutzbeauftragter.
Lee-J. Schumann hat Katastrophenmanagement und -vorsorge studiert und spezialisierte sich im Bereich Evakuierung und Notunterbringung. 2015 baute er im Zuge der großen Geflüchtetenbewegung für den DRK-Landesverband Brandenburg e.V. zwei Notunterkünfte für jeweils rund 600 Personen der Erstaufnahmeeinrichtungen in Eisenhüttenstadt und Wünsdorf auf. Er begleitete dann den Betrieb von insgesamt drei Notunterkünften bis zur Übernahme der damals neu gegründeten DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg.
Während der Coronapandemie leitete er die Teststrategie für PCR-Tests in stationären Pflegeeinrichtungen und Anschluss die mobile Impfkampagne des DRK-Landesverband Brandenburg e.V.
Außerdem ist er ehrenamtlich immer wieder bei Extremwetterereignissen und anderen außergewöhnlichen Lagen im Einsatz, zum Beispiel 2010 beim Hochwasser an der Schwarzen Elster, 2013 beim Elbehochwasser und 2022 beim Waldbrand in Beelitz. 2021 koordinierte er Unterstützungskräfte für den Einsatz nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie 2022 für die Begleitung ukrainischer Geflüchteter auf ihrem Weg ins Bundesverteilzentrum in Hannover.
Mehr Informationen zu Hilfeleistungssystem und Krisenmanagement beim DRK: https://www.drk.de/das-drk/auftrag-ziele-aufgaben-und-selbstverstaendnis-des-drk/hilfeleistungssystem-und-krisenmanagement/
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