Märkisch-Oder-Havel-Spree

Oranienburg: Wie aus einer Turnhalle ein Impfzentrum wurde

Innerhalb von drei Wochen entstand im „HBI Forum“ der „TURM Erlebniscity“ in Oranienburg mit Hilfe der kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) und des Landkreises Oberhavel ein Corona-Impfzentrum. Hier übernimmt unser Kreisverband zentrale und wichtige Aufgaben.

Ein Impfzentrum besteht aus der Sicht eines Besuchers aus vier Bausteinen: Der Registrierung, dem Wartebereich, dem Impfbereich und dem Beobachtungsbereich. Doch selbst hinter den Kulissen eines kleinen Impfzentrums wie dem in Oranienburg verbirgt sich viel organisatorische und logistische Vorbereitung, die nur mit guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit bewältigt werden kann.

Wo kurz vor Weihnachten 2020 noch eine Turnhalle mit Volleyballnetzen zu sehen war, entwickelte sich innerhalb von drei Wochen ein einsatzfähiges Impfzentrum. Der DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree war in die Planung des Zentrums früh involviert, da wir im Auftrag des DRK-Landesverbandes und der KVBB die Leitung vor Ort übernehmen sollten.

Hinzu kommt Verstärkung aus unseren ehrenamtlichen Reihen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass so viele Menschen bereit sind, im Sinne der Menschlichkeit zu helfen. Der Einsatzwille und die Flexibilität aller Kräfte sind außergewöhnlich und sehr lobenswert.“, sagt Thomas M. Lindner, der operative Leiter des Impfzentrums.

Mobile Impfteams bereits vor Eröffnung des Impfzentrums gestartet

Ausreichend Mitarbeiter konnten trotz der Kurzfristigkeit sowohl durch unser internes Netzwerk als auch durch einen Aufruf auf der Kreisverbands-Internetseite sowie unserer Facebook-Seite gewonnen werden. Die Mitarbeitenden im Impfzentrum arbeiten als Lotsen, Registrierungskräfte, Betreuer und Rettungssanitäter sowie als Kräfte in den mobilen Impfteams.

Er selbst ist langjähriger Mitarbeiter beim DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree und hat sich freiwillig für diese verantwortungsvolle Tätigkeit gemeldet. Die Impfungen in den vollstationären Pflegeeinrichtungen hatten Anfang 2021 höchste Priorität. Daher waren die mobilen Impfteams aus Oranienburg bereits zwei Tage vor der Eröffnung des Zentrums am 21. Januar 2021 schon unterwegs.

Sie fuhren in die zuvor eigenständig angemeldeten Altenpflegeheime, um die Ärzte sowohl bei der Dokumentation der Impfungen als auch bei der sanitätsdienstlichen Absicherung zu begleiten. Die Pflegeheime zeigten sich bisher sehr dankbar für die professionelle Unterstützung.

Applaus vor dem Betreten der Einrichtung

„Ein Pflegeheim empfing und verabschiedete uns mit Applaus. Über solch eine Begrüßung waren wir erst einmal verwundert, aber dann natürlich sehr begeistert und beeindruckt von der Warmherzigkeit der vor Ort Anwesenden.“, erzählt David Wenzel, ein DRK-Mitarbeiter im mobilen Impfteam.

Am 21. Januar war es dann auch für das stationäre Impfen im Zentrum soweit. Sowohl Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher als auch Oberhavels Landrat Ludgar Weskamp waren bei der Eröffnung anwesend, um sich einen Eindruck vom Impfzentrum zu verschaffen.

Auch der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Klaus Bachmayer, sowie Gordon Teubert vom DRK-Landes-verband, ließen sich von Thomas Lindner durch die Einrichtung führen. Ministerin Nonnemacher und der Landrat zeigten sich sehr dankbar ob der schnellen und erfolgreichen Errichtung des Zentrums.

Das Ziel: Weitere Impfangebote schaffen

Auch zur bekannten Knappheit des Impfstoffs äußerte sich Frau Nonnemacher. „Im Moment bekommen wir noch nicht so viele Impfdosen, wie wir jede Woche verimpfen könnten. Klar ist: Wir können nur den Impfstoff verimpfen, der uns angeliefert wird. Deshalb gilt: Vorrang haben zunächst besonders gefährdete Menschen. Höchste Priorität haben die Impfungen in stationären Pflegeheimen“, sagte sie.

Landrat Ludgar Weskamp äußerte sich erleichtert zur Eröffnung des Zentrums: „Gerade in den vergangenen Wochen haben wir gesehen, wie wichtig der Impfschutz unserer Bevölkerung, besonders – aber nicht nur – der älteren Menschen in Oberhavel ist. Deshalb ist es mir besonders wichtig, dass die Impfangebote im Landkreis, insbesondere auch im Norden, ausgebaut werden. Wir werden das Land dabei auch weiterhin – im Sinne der Menschen in Oberhavel – unterstützen.“

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