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Jens Zwanzig: Aus der Wirtschaft ins Impfzentrum Elsterwerda

Jens Zwanzig Impfzentrum Elsterwerda

Jens Zwanzig leitet das Impfzentrum in Elsterwerda. Unter dem Motto „5 Fragen an“ liefert er Einblicke in seine Tätigkeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Herr Zwanzig, wie kam es, dass Sie die operative Leitung des Impfzentrums übernommen haben?
Jens Zwanzig: Der Zufall spielte mir Anfang des Jahres in die Karten, als ich die Stellenausschreibung vom DRK-Kreisverband Bad Liebenwerda für die operative Leitung des Impfzentrums in Elsterwerda sah. Dann ging alles sehr schnell. Ich habe mich beworben und vier Tage später ging es los.

Vorher waren Sie bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Elbe-Elster tätig. Das Impfzentrum ist ein komplett anderes Fachgebiet – warum die Entscheidung dafür?
Jens Zwanzig: Als ich die Ausschreibung vom DRK für die Leitung des Impfzentrums sah, reizte mich daran der völlig neue Fachbereich. Andererseits ist es ein Projekt und mit Projektmanagement kenne ich mich aus.

Angesichts der häufig schnelllebigen Verordnungen: Haben Sie ihre Entscheidung schon bereut?
Jens Zwanzig: Nein, ganz im Gegenteil, die Arbeit macht sehr viel Spaß, auch wenn die Tage sehr oft lang und manchmal auch sehr dynamisch aufgrund sich schnell ändernder Vorschriften sind. Ich hatte am Anfang damit gerechnet, dass es hektisch ist, weil sich die Abläufe erst einspielen müssen. Aber auch zwei Monate nach der Eröffnung ist von Routine nichts zu spüren. Ich habe es noch nicht erlebt, dass Verordnungen so schnelllebig sind und sich so häufig ändern. Aber ich sehe es als sportliche Herausforderung, am Ball zu bleiben. Auch, wenn ich mir manchmal mehr Gestaltungsspielraum von der Basis her wünschen würde, bin ich dennoch froh, meinen Teil zur Bekämpfung der Pandemie beitragen zu können.

Wie würden Sie das Arbeiten im Impfzentrum beschreiben?
Jens Zwanzig: Die Leute vor Ort machen einen tollen Job. Die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Personal, aber auch mit der Bundeswehr, läuft sehr gut. Alle sind permanent darum bemüht, dass es den Impflingen gut geht. Ich bin angetan davon, wie ruhig und besonnen alle im Impfzentrum arbeiten. Der organisatorische Aufwand im Impfzentrum ist enorm, denn immer wieder kommen neue Ärzteteams oder andere Mitarbeitende dazu, die eingearbeitet werden müssen. Gearbeitet wird seit 10. März im Zweischichtsystem und samstags. Schließlich ist es das Ziel, möglichst viele Menschen zu impfen.

Wenn Hausärzte impfen dürfen, ist dann ein Impfzentrum überhaupt noch notwendig?
Jens Zwanzig: Ich sehe in den Impfzentren einen ganz wesentlichen Part in der Bekämpfung der Pandemie. Auch, wenn die Hausärzte impfen können, wird es ohne Impfzentren nicht gehen. Denn es ist entscheidend, welche Bedingungen und Infrastrukturen vor Ort herrschen.

  • Das Impfzentrum in Elsterwerda wird vom DRK-Kreisverband Bad Liebenwerda e.V. betrieben, die Impfungen führen Vertragsärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) durch. Sechs Teams können theoretisch in Elsterwerda rund 850 Personen pro Tag impfen. Neben den rund 30 Mitarbeitenden des DRK unterstützen zehn Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten die Arbeit im Impfzentrum.

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