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Elsterwerda: Wie eine junge Frau mit Down-Syndrom das Coronavirus besiegt hat

Veronika Probst aus Elsterwerda hat das Down-Syndrom. Sie ist eine lebenslustige Frau und führt ein selbstbestimmtes Leben. Im Dezember erkrankt sie an Corona. Nach fast einem Monat an der Herz-Lungen-Maschine gewinnt sie den Kampf gegen das Virus.

Veronika Probst wohnt in Elsterwerda in der DRK-Wohnstätte „Haus Winterberg“. Dort haben Menschen mit Behinderung ein differenziertes Wohnangebot und leben selbstständig in Einzelzimmern. Veronika Probst ist 40 Jahre alt, verreist gerne und liebt es, Sport zu treiben. Ihre Mutter Edeltraut Probst ist mit ihren 86 Jahren noch sehr fit und fährt ihre Tochter regelmäßig besuchen oder holt sie am Wochenende zu sich.

Bei einem dieser Treffen im Dezember 2020 findet Edeltraut Probst ihre Tochter Veronika mit Luftnot und Fieber vor – sie hat sofort den Verdacht, dass sich ihre Tochter mit Corona infiziert hat. Als der Rettungswagen eintrifft, geht es Veronika bereits sehr schlecht, sie bekommt kaum Luft. Ihr Zustand verschlechtert sich immer mehr. Ihre Lunge kann selbstständig nicht mehr arbeiten, eine herkömmliche Beatmungstherapie hätte der 40-Jährigen nicht das Leben retten können.

Veronika Probst muss schließlich im Krankenhaus Herzberg des Elbe-Elster Klinikums an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. Lange ist nicht klar, ob sie die Infektion überleben wird. Ärzte aller Fachrichtungen und bis zu sechs Pflegekräfte pro Tag waren im Einsatz, um Veronikas Leben zu retten.

Applaus bei Wiedersehen im Krankenhaus Herzberg

Nach knapp zwei Monaten im Krankenhaus und einem Monat an der Herz-Lungen-Maschine konnte die junge Frau im Februar das Krankenhaus verlassen. Ihr ging es wieder gut, sie konnte auf eigenen Füßen den Heimweg antreten. Dass sie heute wieder ein selbstbestimmtes Leben führen kann, hat sie den Ärzten und Pflegekräften im Krankenhaus Herzberg zu verdanken.

Diese hatten Veronika sehr ins Herz geschlossen, da sie das Leben voller Freude und Energie bestreitet. Zum Abschluss schenkten Mediziner und Pflegepersonal ihr eine CD-Box mit Schlagermusik, denn Veronika Probst liebt Schlager. Während ihrer Zeit im Krankenhaus hat sie zu Schlagermusik getanzt und damit den Mitarbeitern der Klinik jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Als Veronika Probst mit ihrer Mutter das Krankenhaus Herzberg nach ihrer Entlassung noch einmal besuchte, gab es vom Klinikpersonal spontan Applaus.

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