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Warum Kathrin Wilhelm-Kösling vom DRK-Pflegeteam Hoher Fläming so gerne in der Tagespflege in Bad Belzig arbeitet

KWK DRK-Tagespflege Bad Belzig

Mit der Öffnung der DRK-Tagespflege in Bad Belzig in 2018 ist auch Kathrin Wilhelm-Kösling als Leiterin der Einrichtung beim DRK-Kreisverband Potsdam/Zauch-Belzig gestartet. Für die Rubrik „5 Fragen an“ haben wir mit ihr darüber gesprochen, warum es ihr ein Anliegen ist, in der Pflege zu arbeiten. Und warum ihr das Miteinander mit Seniorinnen und Senioren in der Bad Belziger Tagespflege so großen Spaß macht.

Der DRK-Kreisverband Potsdam/Zauch-Belzig ist groß und vielfältig. In den verschiedenen Einrichtungen von den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen über den Rettungsdienst bis zur Geschäftsstelle in Nuthetal arbeiten rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Genau sie sind es, die den Kreisverband täglich mit Leben füllen. In der Rubrik „5 Fragen an” sollen sie einen Einblick in ihr Engagement beim DRK geben. Außerdem erzählen sie, wie sie zum Kreisverband gekommen sind. Meinungen zu Tagesaktuellem sowie persönliche Anekdoten inklusive. In der neuen Ausgabe haben wir mit Kathrin Wilhelm-Kösling als Leiterin der DRK-Tagespflege in Bad Belzig gesprochen.

1. Frau Wilhelm-Kösling, wie kam es, dass Sie Leiterin der DRK-Tagespflege in Bad Belzig geworden sind?

Vor meinem Start in Bad Belzig habe ich schon in einer Tagespflege gearbeitet und war überzeugt, mit meiner Vorerfahrung auch die Leitung einer Tagespflege übernehmen zu können. Glücklicherweise habe ich dann die Ausschreibung für eine neue Tagespflege des DRK-Kreisverbands Potsdam/Zauch-Belzig entdeckt, mich beworben – und es hat geklappt.

2. Was heißt es, Leiterin einer Tagespflege zu sein?

Gemeinsam mit meinem Team vor Ort gestalte ich Tagesabläufe für die Seniorinnen und Senioren, die zu uns in die Wiesenburger Straße kommen. Wir haben rund 30 Gäste pro Woche. Außerdem bin ich für die Führung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich und setze Projekte um, die gut in den Tagespflegerahmen passen. Es ist einfach ein tolles Arbeiten.
Das Schönste ist: Man hat mir, meinen Ideen und Vorstellungen einer gelungenen Tagespflegeeinrichtung, von Beginn an vertraut. Ich bin dankbar, Dinge entwickelt zu haben und entwickeln zu können. Wir haben für die Seniorinnen und Senioren zum Beispiel eine Fahrradrikscha besorgt, mit der wir spazieren fahren können. Die Freude darüber ist groß: Sowohl bei mir und meinem Team als auch bei den Seniorinnen und Senioren.

3. Was haben Seniorinnen und Senioren davon, die DRK-Tagespflege in Bad Belzig zu besuchen?

Wir sind montags bis freitags tagsüber für sie da und gestalten den Tag mit ihnen zusammen – und jeden Tag ein bisschen anders. Wir frühstücken und kochen gemeinsam mit regionalen Produkten, gehen die Tageszeitung durch und besprechen Artikel. Und erzählen in Erinnerungsrunden auch viel über Erlebtes, zum Beispiel das vergangene Wochenende – eben was sie gerade beschäftigt.
Jeden Tag finden wir zusammen einen Spruch des Tages, der uns durch den Tag begleitet. Wir machen Spaziergänge, haben Kreativnachmittage, haben Spaß, Lachen viel. Wir holen jeden Senior und jede Seniorin dort ab, wo er oder sie sich körperlich, geistig und gesundheitlich befinden.

4. Sie und ihr Pflegeteam arbeiten täglich mit Seniorinnen und Senioren zusammen und kümmern sich darum, dass es ihnen gutgeht. Inwiefern zeigen sich die Seniorinnen und Senioren erkenntlich, sind dankbar?

Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, wie viel uns die Seniorinnen und Senioren zurückgeben. Das beginnt schon damit, dass sie Blumen mit in die Tagespflege bringen oder uns am Morgen mit „Es ist so schön, hier zu sein“ begrüßen. Außerdem spüren wir, wie gut unseren Gästen das Miteinander tut und wie sie im Beisammensein aufblühen. Wir hatten Gäste, die uns beim ersten Besuch im Rollstuhl begrüßt haben. Durch Mobilisationsübungen und Spaziergänge können sie mittlerweile wieder ohne Hilfsmittel laufen.
Mich persönlich hat auch ein an Demenz erkrankter Senior überrascht, der uns als ehemaliger Lehrer bei der Büroarbeit hilft und aufpasst, dass mit der Rechtschreibung alles stimmt. Ich weiß noch, wie er aus dem Nichts aus einem Blatt Papier einen Kranich gefaltet hat. Solche kleinen Überraschungen gehören zur Arbeit dazu. Und tragen dazu bei, warum ich den Job, den ich mache, so gerne mache. Manche Seniorinnen und Senioren knüpfen bei uns die letzten Freundschaften ihres Lebens – mit uns genauso wie mit Tagespflegegästen.

5. Wenn Sie nicht in der DRK-Tagespflege Bad Belzig sind: Gibt es etwas, das Sie in ihrer Freizeit besonders gerne machen?

Ich gehe unheimlich gerne im Hohen Fläming wandern und kann das nur jedem ans Herz legen. Gemeinsam mit einer Freundin packen wir unsere Rucksäcke und sind manchmal sechs, sieben Stunden unterwegs, egal ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein. Dabei begeistert mich vor allem die unberührte Natur in den tiefen Wäldern. Die frische Luft und die Bewegung tun mir auf jeden Fall gut.
Das Schöne ist: Das Erlebte bei den Wanderausflügen kann ich wiederum mit den Seniorinnen und Senioren in den Erinnerungsrunden in der Tagespflege teilen. Sie haben mir schon öfter Tipps für schöne Orte und für wilde Obstbäume und -sträucher gegeben.

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