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10 Jahre Bundesfreiwilligendienst – So wichtig ist der BFD für das DRK in Brandenburg

Gruppe beim Generationentag des Bundesfreiwilligendienstes

Am 1. Juli 2021 feiert der Bundesfreiwilligendienst seinen 10. Jahrestag. Dieses Jubiläum ermöglicht dem Team Freiwilligendienste im DRK-Landesverband Brandenburg einen besonderen Rückblick. Schließlich haben seit dem BFD-Start in 2011 mehr als 300 Brandenburgerinnen und Brandenburger beim DRK-Landesverband einen BFD gemacht. Wie erinnern sich die ehemaligen Freiwilligen und die Mitarbeitenden in den Einsatzstellen an die BFD-Zeit?

Egal, ob in Kindertagesstätte, Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete oder Pflegeeinrichtung: In den zehn Jahren des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) haben sich Brandenburgerinnen und Brandenburger in verschiedensten Einrichtungen engagiert. So einige haben in den Einrichtungen die ersten Schritte ins Berufsleben gemacht und wertvolle Erfahrungen gesammelt.

„Der Bundesfreiwilligendienst beim DRK in Brandenburg war eine der schönsten Erlebnisse in meinem bisherigen Leben, weil ich so viel dazugelernt habe“, sagt Dominique Koll Hibbert. Sie hat ihren BFD in der Kita Butzelhausen in Oranienburg gemacht. „Durch den BFD bin ich reifer, selbstbewusster und achtsamer geworden. Dadurch habe ich den Arbeitsalltag kennengelernt, konnte mich ausprobieren. Das hat mir auch dabei geholfen, herauszufinden, wie ich mich im Leben verwirklichen möchte.“

Bildungsseminare im BFD: „Seminarthemen helfen in vielen Lebensbereichen“

Neben dem Engagement in den Einrichtungen sind insbesondere auch die Seminartage so einigen Ehemaligen in positiver Erinnerung geblieben. Schon seit vielen Jahren kommen die Freiwilligen- und Bundesfreiwilligendienstleistenden im Jugendbildungszentrum Blossin zusammen, um in den Bildungsseminaren einerseits Handwerkszeug für das Berufsleben und ihren Arbeitsalltag zu erhalten. Andererseits tauschen sie sich über die Erfahrungen in ihren Einrichtungen aus, erlangen einen Erst-Hilfe-Schein und setzen sich in interaktiven Workshops mit diversen Themen auseinander. Nebenher haben die Freiwilligen jede Menge Spaß in den Seminarwochen und es werden Freundschaften fürs Leben geschlossen.

„Die Seminarthemen waren wirklich sehr gut gewählt und helfen in vielen Lebensbereichen weiter. Außerdem konnte ich soziale Kompetenzen sammeln und habe mich im Seminar zum Beispiel darin verbessern können, vor fremden Menschen zu einem Thema zu sprechen“, erinnert sich Gerhard Schreiber.

Er hat seinen BFD in den Integrationswerkstätten Niederlausitz absolviert. Als besonders wertvoll hat er auch das Zusammensein mit anderen Freiwilligen in den Seminaren in Erinnerung behalten: „Der Erfahrungsaustausch mit Menschen, die aus verschiedenen Regionen und Einsatzstellen in Brandenburg an einem Ort zusammenkommen, hat mir wirklich gefallen, das Hinausschauen über den eigenen Tellerrand.“

Der Bundesfreiwilligendienst als Sprungbrett in soziale Berufe

Doch nicht nur für ehemalige Bundesfreiwilligendienstleistende, sondern ebenso für Einrichtungen in ganz Brandenburg, ist der BFD von besonderer Bedeutung. Das weiß Anja Müller, die als Qualitätsbeauftragte im DRK-Seniorenwohn- und Pflegezentrum „Kastanienallee“ in Schwedt/Oder arbeitet. „Die Möglichkeit, so intensiv in einen vielfältigen Berufszweig einzutauchen, ist genial. Schließlich schafft der Bundesfreiwilligendienst erst die Möglichkeit, zu testen, zu spüren und zu erleben, ob man für die Berufe im sozialen Bereich geschaffen ist.“

Außerdem berichten Brandenburger Einrichtungen von riesiger Unterstützung und Inspirationen durch die Ideen, mit denen die Bundesfreiwilligendienstleistenden auffallen und in Erinnerung bleiben. Manche stehen weiterhin in Kontakt mit Ehemaligen.

So einige Male in zehn Jahren BFD hat das Engagement dazu beigetragen, dass Brandenburgerinnen und Brandenburger nicht nur erste Schritte ins Berufsleben gemacht, sondern nach der BFD-Zeit im sozialen Bereich eine Ausbildung begonnen haben. Das hat bei manchen sogar in der Einrichtung geklappt, in der sie ihren BFD gemacht haben – in der sie mittlerweile feste Bestandteile des Teams sind.

10 Jahre BFD: Mit dem Bundesfreiwilligendienst neue Seiten an sich entdecken

„Wir können den Bundesfreiwilligendienst nur empfehlen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass junge Menschen im BFD eine enorme Persönlichkeitsentwicklung erleben. Sie lernen sich und ihre Stärken, Schwächen, Vorlieben, Perspektiven und Möglichkeiten kennen“, sagt Jenny Pfeil von der Feuerwehr Teltow.

Das sieht Selina Beyer genauso, die einen BFD in einer Kindertagesstätte gemacht hat und stolz darauf ist, sich genauso entschieden zu haben. „Dadurch habe ich mich selbst von einer ganz anderen Seite kennengelernt“, sagt sie. „Aber so ist das eben: Manchmal muss man sich etwas trauen und neue Herausforderungen wagen, auch wenn man sich unsicher ist. Man weiß eben nie, was einen erwartet – und ob es nicht doch, wie beim BFD, etwas Schönes mit sich bringt.“

Das Team Freiwilligendienste ist stolz auf die gelungene Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen und Freiwilligen in den vergangenen 10 Jahren und freut sich auf die nächsten 10 Jahre, in denen sie Menschen während Ihres Engagements in den Einrichtungen begleiten und unterstützen können.

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