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„Gesicht zeigen“ – eine Aktion des JRK-Landesverbands zum Krieg in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine beschäftigt Kinder und Jugendliche enorm und ist auch Thema in den Gruppenstunden des Jugendrotkreuzes in Brandenburg. Der JRK-Landesverband Brandenburg setzt mit der Aktion „Gesicht zeigen“ ein Zeichen: Mitglieder von JRK und DRK fotografieren sich mit Kernaussagen des Humanitären Völkerrechts und teilen die Fotos auf Facebook und Instagram.

Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine Ende Februar verspüren viele Menschen den Drang, irgendetwas zu tun. Nur was? Diese Frage stellten sich auch die Jugendrotkreuzlerinnen und Jugendrotkreuzler in Brandenburg. Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen beschäftigt gerade auch Kinder und Jugendliche enorm und war von Beginn an Thema in den JRK-Gruppenstunden. Anfang März initiierte die JRK-Landesleitung ein Onlinetreffen zur Situation in der Ukraine. Anliegen war es, zum einen eine Austauschplattform zu bieten und zum anderen Erfahrungen und Möglichkeiten zu diskutieren, dieses Thema mit Kindern und Jugendlichen zu besprechen. Den Teilnehmenden wurde schnell klar, dass sie nicht nur in den Gruppen mit den Kindern und Jugendlichen über den Krieg reden, sondern als JRK-Landesverband Brandenburg ein Zeichen setzen wollen.

Idee zu „Gesicht zeigen“ kam vom JRK Guben/DRK-Kreisverband Niederlausitz

Innerhalb kürzester Zeit war die Kampagne „Gesicht zeigen“ ins Leben gerufen. Gruppenleiter Sebastian Pavia Perez und Gruppenleiterin Jessica Sonnenberg vom Jugendrotkreuz Guben/DRK-Kreisverband Niederlausitz hatten nach einem Brainstorming für eine geeignete Aktion die zündende Idee: Wir als Jugendrotkreuz zeigen Gesicht mit Gedanken zum Humanitären Völkerrecht!

Dazu entwickelten die beiden rasch zehn Plakate mit Kernaussagen des Humanitären Völkerrechts zum Selbstausdrucken, in kindgerechter, verständlicher Sprache. Darunter zum Beispiel:

„Zivile Gebäude wie zum Beispiel Krankenhäuser oder Wohnhäuser müssen geschützt werden!“

„Gesicht zeigen“ – eine Aktion von Jugendrotkreuzlerinnen und Jugendrotkreuzler aus Brandenburg. Bild: JRK

„Die Menschen müssen Zugang zu Essen, Trinken und Medikamenten haben!“

„Verletzte und Erkrankte müssen gerettet, versorgt und behandelt werden!“

Mitglieder des JRK Brandenburg zeigen sich mit Kernaussagen des Humanitären Völkerrechts. Bild: JRK

Alle JRK-Mitglieder können die Aussage, die am besten zu ihnen passt oder ihnen am wichtigsten erscheint, auswählen, sich damit fotografieren lassen und somit „Gesicht zeigen“.

Gebot der Neutraliät und Unparteilichkeit musste für Aktion an erster Stelle stehen

Eine angemessene öffentliche JRK-Reaktion auf den Krieg zu finden, war laut Sebastian Pavia Perez gar nicht so einfach: Klar war, dass das Gebot der Neutralität und Unparteilichkeit an erster Stelle stehen musste. „Wir haben uns gefragt: Wie können wir mitteilen, was unsere Position ist, ohne Partei zu ergreifen?“ Von dieser Überlegung war der Gedanke zum Humanitären Völkerrecht und der letzten JRK-Kampagne „Was geht mit Menschlichkeit?“ nicht weit.

Die Botschaft: „Auch im Krieg gibt es Regeln“

„Das Humanitäre Völkerrecht besagt: Auch im Krieg gibt es Regeln“, sagt Sebastian Pavia Perez. Genau diese Botschaft möchte der JRK-Landesverband Brandenburg mit der „Gesicht zeigen“-Aktion übermitteln. Auch, dass die Forderungen des Humanitären Völkerrechts immer und überall gelten, nicht nur aktuell in der Ukraine.

Sebastian Pavia Perez, Gruppenleiter beim Jugendrotkreuz Guben/DRK-Kreisverband Niederlausitz, hat die Aktion mitinitiiert. Bild: JRK

Die zunächst nur für den DRK-Kreisverband Niederlausitz gedachte Aktion zog schnell weite Kreise. „Als die Idee stand, war uns klar, dass man das landesverbandsweit machen sollte“, sagt Sebastian Pavia Perez. Die JRK-Landesleitung stimmte sofort begeistert zu. Verbreitet wurde die Aktion dann zunächst landesverbandsweit, unter anderem auf den Social-Media-Kanälen des Jugendrotkreuzes.

Auch andere JRK-Landesverbände und Bundesverband können sich beteiligen

Nach dem Start im Land Brandenburg wurden auch alle anderen JRK-Landesverbände und der JRK-Bundesverband eingeladen, sich zu beteiligen. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Wasserwacht und der Bereitschaften sowie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Landesverbands haben zwischenzeitlich Beiträge eingesandt. Die Initiatoren freuen sich: Mit einer so großen Resonanz auf die Spontan-Aktion hätten Jessica Sonntag und Sebastian Pavia Perez nicht gerechnet.

Eine Auswahl der Fotos ist auf den Facebook- und Instagram-Accounts des JRK-Landesverbands Brandenburg zu sehen. Wer noch teilnehmen möchte, findet hier mehr Informationen und die Plakatvorlagen zum Download: https://jrk-brandenburg.de/kampagne

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